Lead-Magneten und Anreize

Wer Kontaktdaten gewinnen will, muss etwas bieten: Lead-Magnete geben Interessierten einen echten Mehrwert und den Anreiz, den ersten Schritt zu machen. Wir zeigen, welche Arten es gibt, wie Sie den passenden finden und wie er mit Formularen, Pop-ups und Landing Pages Ihre Zielgruppe erreicht.
Ein stilisierter Magnet zieht verschiedene digitale Angebote wie Checklisten, Formulare, Beratungen und Webinare an und symbolisiert die Gewinnung qualifizierter Leads durch attraktive Lead-Magneten.

Was ist ein Lead-Magnet?

Veröffentlicht am 14. August 2024, überarbeitet am 5. Oktober 2026 | 6 Min. Lesezeit

Jeden Tag besuchen potenzielle Kundinnen und Kunden Ihre Website, ohne eine Anfrage zu stellen. Mit einem passenden Lead-Magneten verwandeln Sie anonyme Besucher in konkrete Kontakte und schaffen die Grundlage für neue Kundenbeziehungen. Das kann ein Leitfaden sein, ein Webinar oder eine kostenlose Beratung. Lead-Magnete gehören zu den bewährtesten Ansätzen der Lead-Generierung: Sie machen aus anonymen Besuchern Kontakte, mit denen Sie weiterarbeiten können.

Welche Arten von Lead-Magneten gibt es?

Lead-Magnet-Typen

01
Content

Whitepapers und Branchenberichte

Tiefgehende Einblicke und wertvolle Informationen, die Fachwissen belegen.

Passt zu erklärungsbedürftigen Angeboten
02
Mehrwert

Leitfäden und Anleitungen

Praktische Hilfe, die ein konkretes Problem Ihrer Zielgruppe löst.

Passt zu fast jeder Branche
03
Wissen

Webinare und Online-Kurse

Interaktive Sessions, in denen Sie Expertenwissen vermitteln und Fragen beantworten.

Passt zu Themen mit Gesprächsbedarf
04
Produkt

Kostenlose Testversionen

Interessierte probieren ein Produkt oder eine Dienstleistung risikofrei aus.

Passt zu digitalen Produkten
05
Beratung

Online-Beratung

Ein Gespräch, das Interessierte direkt über Ihre Website buchen können.

Passt zu persönlicher Beratung
06
Interaktion

LiveChat und ChatBot

Schnelle Antworten und unkomplizierte Kontaktmöglichkeiten, genau dann, wenn Fragen aufkommen.

Passt zu hohem Beratungsbedarf

Wie finden Sie den passenden Lead-Magneten?

Drei Fragen helfen bei der Auswahl: Welches Problem Ihrer Zielgruppe können Sie lösen? Wie viel Aufwand sind Interessierte bereit zu investieren, um das Angebot zu erhalten? Und wie viel Aufwand können Sie selbst leisten? Ein kurzer Leitfaden ist schneller erstellt als ein Online-Kurs, eine Online-Beratung braucht dagegen Zeit, bringt aber oft sehr persönliche Kontakte.

Welcher Lead-Magnet passt, ist je nach Unternehmen und Branche verschieden. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl und setzen die Anreize auf Wunsch auch um.

Lead-Magneten erfolgreich einsetzen: Formulare, Pop-ups und Landing Pages

Ein guter Lead-Magnet allein reicht nicht, er muss auch gefunden werden. Dafür gibt es drei bewährte Werkzeuge: eingebettete Formulare, Pop-ups und Landing Pages. Richtig eingesetzt, steigern sie die Conversion Rate deutlich.

Die drei Werkzeuge im Vergleich

Eingebettetes Formular

Wo Am Ende von Blogbeiträgen, in der Seitenleiste oder im Footer.
Stärke Stört den Lesefluss nicht und wandelt Interessierte organisch um.
Achten Sie auf Gut sichtbare Platzierung und wenige Felder.

Pop-up und Slide-in

Wo Erscheint nach einer bestimmten Verweildauer, Scroll-Tiefe oder beim Verlassen der Seite.
Stärke Holt Aufmerksamkeit im richtigen Moment.
Achten Sie auf Zurückhaltender Einsatz, sonst steigt die Absprungrate.

Landing Page

Wo Eigene Seite für ein einzelnes Angebot, etwa aus einer Anzeige oder einem Newsletter.
Stärke Keine Ablenkung, volle Konzentration auf die gewünschte Handlung.
Achten Sie auf Ein Ziel, ein Formular, ein klarer Call-to-Action.

Eingebettete Formulare

Platzieren Sie Formulare dort, wo Interessierte ohnehin lesen: am Ende von Blogbeiträgen, in der Seitenleiste oder im Footer. Das stört die Nutzererfahrung nicht und integriert das Formular nahtlos in den Inhalt. Wir setzen dafür HubSpot-Formulare ein, für uns selbst wie für unsere Kunden. HubSpot vereinfacht interne Abläufe und die Überwachung von Kampagnen. Wie wir Teams damit vertraut machen, zeigt unser Projekt «Professionelles HubSpot Onboarding & Training».

Pop-ups und Slide-ins

Mit Bedacht eingesetzt, sind Pop-ups wirksam. Besonders gut funktionieren sie laut HubSpot Blog, wenn sie erst nach einer bestimmten Verweildauer oder Scroll-Tiefe erscheinen. Exit-Intent-Pop-ups, die beim Verlassen der Seite erscheinen, bieten eine letzte Chance zur Lead-Erfassung, ohne den Nutzungsfluss zu stören. Wichtig ist, dass sie nicht aufdringlich wirken, sonst springen Besuchende ab.

Landing Pages

Eine Landing Page führt zu genau einer Handlung, zum Beispiel zur Newsletter-Anmeldung oder zum Download eines E-Books. Sie enthält nur ein einziges Formular und konzentriert sich auf ein Angebot. Komplexe Inhalte und Navigationselemente lenken ab und gehören nicht auf die Seite. Seit Jahren planen und realisieren wir massgeschneiderte Landing Pages, die Zielgruppen gezielt ansprechen und zur gewünschten Interaktion führen.

Mit dem richtigen Anreiz gewinnen Sie schneller mehr Leads und heben sich von Ihren Mitbewerbern ab.

Praxis: So setzen wir Pop-ups auf mibon.ch ein

Auf mibon.ch verzichten wir bewusst auf Exit-Intent-Pop-ups. Stattdessen erstellen wir die Pop-ups im Marketing-Automations-Tool HubSpot, und sie erscheinen bei bestimmten Aktionen auf der gewünschten Seite. Das Prinzip:

Kontaktformulare

Ein Anreiz muss nicht immer ein E-Book oder Webinar sein. Für einen Kunden haben wir alle bestehenden Kontaktformulare durch eingebettete Formulare aus HubSpot ersetzt. Die Eingaben werden dadurch zentral abgelegt und können vom ganzen Team eingesehen und beantwortet werden. Das spart Zeit, weil niemand in verschiedenen Tools nachschauen oder bei Kolleginnen und Kollegen nachfragen muss. Das Ergebnis: bessere Servicequalität und kürzere Reaktionszeiten, die auch die Kundschaft schätzt.

Online-Beratungen

Online-Beratungen sind ein sehr wirksames Lead Management: Interessierte buchen sie einfach und unkompliziert direkt über die Website, zum Beispiel in der Mittagspause oder nach Feierabend. So passt sich das Angebot der individuellen Lebenssituation an. Die Beratungen sind zudem ortsunabhängig und lassen sich von überall aus durchführen. Ein Service mit hohem Mehrwert, der in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen wird.

Pop-up-Regeln auf mibon.ch

01

Auslöser

  • Nach 75% Scrollen
  • Nach 7 Sekunden Verweildauer
  • Nach 10 Sekunden Inaktivität
2 Wochen

Häufigkeit

Nach der ersten Anzeige verschwindet das Pop-up und erscheint erst nach zwei Wochen wieder, um das Nutzererlebnis nicht zu stören.

10%+

Ergebnis

Klickrate, je nach Inhalt. Die Praxis hat sich bewährt.

Mehr zur Planung und Umsetzung finden Sie in unserem Projekt «Planung & Realisierung von HubSpot Kampagnen».

Die häufigsten Fehler bei Lead-Magneten

Zu viele Formularfelder

Je mehr Informationen Sie abfragen, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass Interessierte das Formular ausfüllen. Beschränken Sie sich zunächst auf die wichtigsten Angaben, meist Name und E-Mail-Adresse. Weitere Informationen können Sie später im Gespräch oder über Folgeformulare erfassen.

Kein klarer Nutzen

Ein Lead-Magnet funktioniert nur, wenn der Mehrwert sofort verständlich ist. Formulierungen wie «Leitfaden herunterladen» sind weniger überzeugend als konkrete Nutzenversprechen wie «5 Fehler vermeiden» oder «Zeit und Kosten sparen».

Schwacher Call-to-Action

Ein allgemeines «Anmelden» motiviert selten zum Handeln. Klare Formulierungen wie «Jetzt kostenlos testen», «Checkliste herunterladen» oder «Exklusiven Zugang sichern» erzielen meist bessere Resultate.

Der falsche Zeitpunkt

Auch der beste Lead-Magnet kann seine Wirkung verfehlen, wenn er am falschen Ort oder zum falschen Zeitpunkt erscheint. Formulare, Pop-ups und Landing Pages sollten dort eingesetzt werden, wo ein echtes Interesse erkennbar ist und der nächste Schritt logisch erscheint.

Wer diese vier Fehler vermeidet, erhöht die Chance deutlich, dass Besuchende ihre Kontaktdaten hinterlassen und zu qualifizierten Leads werden.

Häufige Fragen zu Lead-Magneten

Welcher Lead-Magnet passt zu meinem Unternehmen?

Das hängt von Ihrer Zielgruppe und Ihrem Angebot ab. Fragen Sie sich, welches Problem Sie lösen können und wie viel Aufwand Interessierte dafür aufbringen würden. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, welcher Anreiz zu Ihrem Unternehmen passt.

Wie viele Felder sollte ein Formular enthalten?

So wenige wie möglich. Für den Einstieg reichen meist Name und E-Mail-Adresse. Jede zusätzliche Angabe erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Besuchende den Vorgang abbrechen. Weitere Informationen können Sie später im Gespräch oder über Folgeformulare erfassen.

Stören Pop-ups die Nutzererfahrung?

Aufdringliche Pop-ups können die Nutzererfahrung beeinträchtigen. Werden sie hingegen zeitlich verzögert und nur bei passenden Aktionen eingeblendet, können sie die Conversion Rate erhöhen, ohne den Lesefluss wesentlich zu stören. Auf Mobilgeräten sollten sie Inhalte nicht verdecken.

Wie lange dauert es, bis ein Lead-Magnet Ergebnisse liefert?

Erste Leads können bereits kurz nach der Veröffentlichung entstehen. Wie schnell Ergebnisse sichtbar werden, hängt jedoch von der Besucherzahl Ihrer Website, der Attraktivität des Angebots und der Platzierung des Lead-Magneten ab.

Sind Landing Pages besser als Formulare auf der Website?

Nicht zwingend. Landing Pages eignen sich besonders für einzelne Kampagnen und konkrete Angebote. Eingebettete Formulare hingegen integrieren sich nahtlos in bestehende Inhalte. Oft führt die Kombination beider Ansätze zu den besten Ergebnissen.

Was muss ich beim Datenschutz beachten?

Informieren Sie transparent darüber, wofür Sie persönliche Daten verwenden, und verlinken Sie Ihre Datenschutzerklärung. Für den Versand von Newslettern benötigen Sie in der Regel eine Einwilligung der Empfängerinnen und Empfänger. Bei rechtlichen Fragen sollten Sie sich an eine Rechtsberatung wenden.

Lead-Magneten gezielt einsetzen und mehr Kontakte gewinnen

Lead-Magnete bieten Interessierten einen Mehrwert im Austausch für ihre Kontaktdaten. Damit sie wirken, brauchen sie den passenden Weg zur Zielgruppe: eingebettete Formulare, zurückhaltend eingesetzte Pop-ups und fokussierte Landing Pages.

Praxisbeispiele wie Online-Beratungen, HubSpot-Formulare und gezielt eingesetzte Kampagnen zeigen, wie sich die Qualität von Leads und die Reaktionszeit spürbar verbessern lassen.

Wie Sie aus den gewonnenen Kontakten Kundschaft machen, lesen Sie in unserem Beitrag zur Einführung in die Lead-Generierung. Warum bestimmte Anreize besonders gut funktionieren, erklärt unser Beitrag zu Neuromarketing & Conversion Rate Optimierung.

Möchten Sie mehr qualifizierte Leads gewinnen?

Lead-Magneten sind je nach Unternehmen, Branche und Zielgruppe unterschiedlich. Gemeinsam finden wir heraus, welche Anreize zu Ihrem Angebot passen und wie diese technisch und strategisch umgesetzt werden können.

Schauen Sie sich auch unser Projekt «Planung & Realisierung von HubSpot Kampagnen» an und lassen Sie sich die Möglichkeiten in einem unverbindlichen Gespräch aufzeigen.

Kostenloses Erstgespräch (30 Minuten)

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